9. Literarisches Adventfenster

Advent in der Stadt

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Die Bäume, die unsere Straßen säumen,
sind kahl jetzt, sie scheinen zu träumen
und ihr letztes verdorrtes Laub
liegt zwischen Fahrbahn und Gehsteig im Staub
Es dunkelt schon zeitig. In diesen Tagen
tut es gut, einen warmen Mantel zu tragen.

Kein Schnee noch. Die Straßenlaternen flammen
ganz plötzlich auf. Alle Lichter zusammen
Schaufenster, Scheinwerfer ringsumher
Verwandeln die Stadt in ein Lichtermeer
und doch – in all dem Hasten und Treiben
wird es in uns noch dunkel bleiben.

Erst wenn wir verweilen und uns besinnen,
ob wir bei all unserm Tun und Beginnen
nicht oft unseren Nächsten übersehn,
dann wird es in in heiliger Nacht geschehen,
dass uns ein Stern oder Engel verkündet:

Gott hat uns das Licht seiner Liebe entzündet!

Text: Ingrid Verzetnitsch-Baxa/Bludenz
Foto: Evelyne Wiesinger/Feldkirch

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